An alle in Berlin und Potsdam und drumherum, die von Gott geliebt und zu Heiligen berufen sind: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.
Ich begrüße Sie mit Worten, die Paulus wählte, um sich vorzustellen im Brief an die Christen in Rom, dem Nabel des Römischen Imperiums. Dorthin wollte er unbedingt reisen, noch hatte er nichts als ein paar Kontakte. Anders als in Phillippi, Thessaloniki, Korinth… gab es in Rom keine ihm persönlich gegründete Gemeinde.
Liebe Gemeinde, chères soeurs et frères.
Auch ich möchte mich heute mit dieser Predigt und im anschließenden Beisammensein vorstellen in Ihrer Gemeinde. Denn es stehen ja Wahlen an und Sie haben hier die Chance, direkte Demokratie auszuüben wie in der Schweiz und zu entscheiden, wer in die Fußstapfen von Dr. Jürgen Kaiser tritt, seine Nachfolgerin wird.
In jedem Falle ist es für mich eine große Ehre heute hier in der französischen Friedrichstadtkirche predigen zu dürfen, ggf.an so einem historisch bedeutsamen Ort, einem der schönsten Plätze Berlins. 1986 stand ich hier erstmals zu Ostzeiten, da war hier noch Großbaustelle, im Gespräch mit dem Leiter der Baubrigade.Damals wusste ich noch nicht, dass im Giebelfeld des dt. Domes Szenen mit dem Apostel Paulus abgebildet sind und im Giebelfeld des frz. Domes Szenen mit Jesus (Frau am Brunnen: Südgiebel) Christus (Emmausjünger: Nordgiebel). Paulus und Christus, das sind die 2 Brennpunkte der Ellipse, um die der heutige Predigttext kreist.
Wenn ich grosso modo 2.000 Jahre Kirchen- und Geistesgeschichte zusammenfasse, dann wage ich die These: ohne den Römerbrief gäbe es keine Protestanten auf der Welt, an ihm hat sich die Reformation „entzündet“, also stünde ich auch nicht hier als ordinierte Pfarrerin, die sich für die Pfarrstelle der Berliner Friedrichstadtparoisse ehemals hugenottischer refugiés bewirbt. Alles wäre beim Alten geblieben, unvorstellbar!
Von Calvin und Luther bis zu Karl Barth und heute mit den „New Perspectives on Paul“ steht die Rechtfertigungslehre im Zentrum reformatorischer Theologie und damit der Römerbrief. Warum?
Calvin bezeichnete deinen Römerbrief als: „Als Schlüssel zu allen verborgenen Schatzkammern der hl. Schrift (Einleitung). Martin Luthers „Turmerlebnis“ die sogn reformatorische Erkenntnis ging aus von Römer 1,16-17. Das Evangelium als Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben. Und Karl Barth schrieb in mehreren Auflagen x-bändigen Kommentar zum Römerbrief!...
Ich bewundere immer wieder, wie Paulus als ausgebildeter Pharisäer griechischer Zunge vom Stamme Benjamin vehement dafür kämpfte, dass Heidenchristen nicht mehr den jüdischen Speise- und anderen Geboten der Synagogengemeinde folgen mussten, sondern allein durch die Taufe Christen werden konnten. Das Christentum hätte sich sonst nicht über den Status einer jüdischen Sekte hinaus zur Weltreligion entwickelt,
Als Paulus den Römerbrief schreibt, hat er keine Kämpfe um Autorität mehr auszufechten im Kreise der anderen Apostel. Er hatte sich selbst demütig als „Missgeburt, Fehl- oder unzeitige Geburt“ (1.Kor 15,8) bezeichnet, denn leibhaftig war er Jesus nie begegnet. „Saulus, Saulus, was verfolgst du mich?“, war ihm Christus erschienen kurz vor Damaskus. Das war sein Bekehrungserlebnis, ggf. sogar eine Nahtoderfahrung, die existentielle Lebenswende des besessenen Christenverfolgers ( lt. ApG 9),
Dass er als Spätberufener dann nur noch Paulus (=Kleiner) genannt werden wolltest, leuchtet ein. Wenn also jemand in Christus ist, dann ist das eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. (2. Kor 5,17)
Gott sei Dank war Paulus bei allen menschlichen Schwächen sozusagen ein 1.000 Volt-Missionar, wagte anders als die anderen 12 Menschenfischer den Sprung von Kleinasien nach Europa, schließlich war Paulus ohne familiäre Verbindlichkeiten, ein eingefleischter Junggeselle, eine „Reiseexistenz“.
Manchmal frage ich mich, ob wir hier in Mitteleuropa noch Heiden wären ohne seine Missionstätigkeit und ich bin überzeugt, dass grade in unserer krisengeschüttelten, weithin gottvergessenen Gesellschaft seine Wort Trost spenden und Hoffnung schenken könnten - gerade weil er sich bewusst war: in der Schwachheit ist Gottes Gnade mächtig (2. Kor 12,9)
Liebe Gemeinde, nach dieser einführenden Lobeshymne komme im Kapitel 5 des Römerbriefes an, dem heutigen Schriftwort für den Sonntag Reminiszere:
“1Sind wir nun aus Glauben gerecht gesprochen, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus. 2Durch ihn haben wir im Glauben auch Zutritt erhalten zu der Gnade, in der wir jetzt stehen, und seinetwegen rühmen wir uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. 3
Aber nicht nur dies: Wir sind auch stolz auf jegliche Bedrängnis, da wir wissen: Bedrängnis schafft Geduld, 4Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung. 5Die Hoffnung aber stellt uns nicht bloß, ist doch die Liebe Gottes ausgegossen in unsere Herzen durch den heiligen Geist, der uns gegeben wurde
Liebe Gemeinde, in nur 2 Sätzen fasst Paulus zusammen, was zu Stichworten der reformatorischen Rechtfertigungslehre wurde: aus Glauben, durch Jesus Christus, zu der Gnade. Das sind 3 der 4 sogenannten reformatorischen „soli“
Die Rechtfertigung des Sünders besteht darin, dass Gott jeden Menschen bedingungslos annimmt. Unsere Antwort ist der Glauben, das Gottvertrauen, aus dem wir verantwortlich leben, in dem wir uns bewähren. Durch Jesu stellvertretende Leiden, durch seinen Tod am Kreuz bekamen wir Zugang zu dieser Gnade (sola gratia) Gottes, sind vor Gott rundum „recht und fertig“. Und was uns durchträgt ist die verwegene Hoffnung, wie sie uns im biblischen Wort (sola scriptura) immer wieder zugesagt wird, dass Gott uns Anteil schenken wird an seinem ewigen Leben, an seinem „herrlichen Angesicht“: kawod JHWH.
Passend zur Passionszeit mutet uns Paulus hier ab Vers 3 zu, mit dem Thema “Leiden” auseinanderzusetzen..
Da regt sich erstmal Widerstand in mir: Natürlich möchte jeder Mensch ja lieber glücklich sein, niemand sucht sich Krankheit und Schmerzen, Tod und Trauer aus, aber die Welt ist nicht gerecht und der pursuit of happiness kein einklagbares Gut, Gesundheit auch nicht. Leiden gehört zum Leben dazu. Dabei geht es nicht um Strafe für ein begangenes Unrecht oder gar ein göttliches Erziehungsmittel, auch nicht mit Bonhoeffer gesprochen (Predigt 1938) um Leidensseligkeit.
Wie also damit umgehen? Paulus Vorschlag: als geistlicher Reifeprozess, der irgendwann nicht mehr nach dem Warum? sondern nach dem Wozu? fragt.
Buchstabieren wir mal diesen Prozess durch: Bedrängnis, Geduld, Bewährung, Hoffnung. Und zwar zunächst anhand der Geschichte der Noomi aus dem Buch Ruth, wie 3 Akte eines Dramas. 1.Akt Bedrängnis schafft Geduld
Noomi aus Bethlehem hat ihren Mann Elimelech und zehn Jahre später beiden Söhne verloren. Jetzt sitzt sie wie betäubt alleine da mit ihren Schwiegertöchtern Orpa und Ruth. Zuviel ist zu viel. So viele Verluste. Zu tief die Trauer. Sie hadert mit Gott. Es ist nicht gerecht, wenn ein Kind vor seiner Mutter stirbt. Und dann beide Söhne. Ach, wäre ich doch auch gestorben in dieser Hungersnot. „Gott, warum hast du sie mir genommen?“, so hadert sie mit Gott verharrt wochenlang auf ihrem Schlaflager in Schockstarre
Ihre Schwiegertöchter bringen ihr immer wieder etwas zu trinken. Aber Noomi will niemanden sehen und sprechen. Lasst mich in Ruhe. Ich halte es nicht aus. Das Leben ist sinnlos geworden. Endlich kann Noomi weinen, ihre Tränen lösen die innere Versteinerung etwas auf. Andere Gefühle brechen sich Bahn. Zorn und Wut: warum haben sie nicht früher angefangen, Vorräte anzulegen so wie einst Josef in Ägypten? Sie hält inne und blickt selbstkritisch zurück. An Aufrichtigkeit hat es ihr nie gefehlt. Langsam schafft sie es, sich dem Leid zu stellen, es anzunehmen.
Dann redet sie mit Orpa und Ruth und verkündet ihren Entschluss: „Ich werde fortgehen aus Moab, zurück in meine Heimat, nach Bethlehem ins Haus des Brotes, kommt ihr mit? Ja, ich bereue, dass wir nicht schon vorher als Familie erkannt haben: hier haben wir keine Überlebenschance, dass wir nicht aufgebrochen isnd. Nun haben wir einen hohen Preis bezahlt dafür“.
Sie machen sich zu dritt auf den Weg, unterwegs bekommt Noomi ein schlechtes Gewissen ihren Schwiegertöchtern gegenüber…
„Ich habe kein Recht, über euer Leben zu bestimmen. Ihr seid ja Moabiterinnen. „Kehrt um ins Haus eurer Mütter. Der Herr tue an euch Barmherzigkeit, wie ihr an den Toten und an mir getan habt. Gottes Hand war gegen mich, nicht so sehr gegen euch, ihr seid jung und könnt noch Kinder bekommen. Sucht euch einen neuen Mann in eurer Heimat. Es wäre ein großes Risiko, wenn ihr mitkommt.“
Da brechen alle drei Frauen in Tränen aus. Orpa kehrt tatsächlich zurück nach Moab. Ruth bleibt bei Noomi, sie laufen gemeinsam weiter Richtung Bethlehem in Juda, Noomis Heimat. Das Haus des Brotes. Sie haben Hoffnung.
2. Akt Geduld schafft Bewährung
Es ist ein langer, mühsamer Weg, immer wieder hält Noomi inne, kann nicht mehr, denkt nach, der Weg ist ein Sinnbild ihrer Trauer. Schritt für Schritt, schafft sie es, das Leid anzunehmen. Das fremde, ungerechte Leid wird zu ihrem eigenen. Sie betet.
„Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz, gib mir einen neuen beständigen Geist. Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte, tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit.“ (Psalm 51)
Und immer wieder weint sie auf diesem Weg, füllt den Krug der Tränen, bis er voll ist. Überquillt. „Gott“, fragt sie, „wann habe ich endlich genug geweint?“.
Irgendwann hat Noomi das Gefühl, dass Gott ihre Schuld vergibt, dass sie peu à peu die Talsohle der Trauer durchschreitet, mit jedem Schritt, dem sie ihrem Heimatland näherkommt.
Immer wieder gibt ihr Kraft, was Ruth ihr geschworen hat: „Wo du hingehst, da will ich auch hingehen, wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.
Gott sei Dank ist Ruth so mutig. Ohne Ruth hätte sie das nicht geschafft. Während ihrer Reise überlegt Noomi fieberhaft, wie sie Himmel und Erde in Bewegung versetzen könnte, um in Bethlehem zu überleben, ein wenig Geld zu verdienen. Da erinnert sie sich an Boas, den reichen Bauern, ihren Löser.
Als Noomi und Ruth in Bethlehem ankommen, erkennen sie Leute: das ist ja die Noomi. „Nein, nennt mich Mara, die bittere!“. Noch hat sie den Frieden mit Gott nicht wiedergefunden. Sie besinnt sich…und schickt Ruth auf‘s Feld, bei Boas Ähren nachzulesen. Ein paar Körner fallen da ab für sie beide. Gott sei Dank! Es geht aufwärts…sie werden nicht verhungern. Andererseits: Vermisst sie ihr altes Leben, ihren Partner, die Söhne, wie lange soll der Schmerz noch andauern, diese Einsamkeit… Noomi fühlt sich noch immer recht nutzlos, schwach, sie meint immer wieder zu zerbrechen, und versucht doch zu funktionieren. Denn sie hat ja Verantwortung für Ruth, die Ausländerin. Irgendwie muss es doch, wird es doch weitergehen.
„Mein Gott ist dein Gott, beteuerte Ruth, mein Volk ist dein Volk“. Sie hat Ruth stärkende Worte noch im Ohr, sagt sie sich immer wieder vor. Eines Nachts, da hat Noomi einen Einfall: „Hörzu Ruth: bade dich, zieh dich an und geh auf die Tenne. Wenn Boas abends zum Dreschplatz auf der Tenne kommt, um beim Korn die Spreu vom Weizen zu trennen, und sich dort nach dem Essen hinlegt, dann lege dich zu ihm. Wenn er aufwacht, sage ihm: „Du bist unser Löser“.“
Ein heimliches Stelldichein. Ob das funktioniert? Rut befolgt Noomis Anweisungen, ein gewisses Risiko ist dabei, es darf sie keiner dabei erwischen. Und dann…Hoffnung keimt auf…. Geduld wächst. Noomi spürt Gottes Gnade und Barmherzigkeit, durch ihre eigene Selbstwirksamkeit hindurch.
Und: Nein, die Welt ist weiterhin kein gerechter Ort, wir hängen alle ab von Gottes Gnade und Barmherzigkeit.
- Akt: Bewährung aber schafft Hoffnung
Und dann ist Ruth guter Hoffnung. Bringt einen Sohn zur Welt. „Gelobt sei der Herr, der es dir heute an einem Löser nicht hat fehlen lassen 15Und er wird dir Lebenskraft zurückgeben und im hohen Alter für dich sorgen.“(Ruth 4,14f) Boas heiratet Ruth, die zur Urgroßmutter König Davids wird und in Jesu Stammbaum Mt 1,5 aufgeführt wird: Noomi fühlt sich nun nicht mehr ohnmächtig, einem unbarmherzigen Schicksal ausgeliefert, sondern von Gott geliebt, im Heil gehalten ja begnadet. Tatsächlich ist sie schon ein bisschen stolz darauf, dass sie es mit Gottes und der Hilfe ihrer Nächsten schaffte, sich aus der Verzweiflung und dem Leiden zu befreien. Brücken ins Leben zu bauen. Und Diese Erfahrung stärkt sie, erfüllt sie mit Dankbarkeit. Sie betet: “Du bist der Gott, der mir hilft; täglich harre ich auf dich.6Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte,die von Ewigkeit her gewesen sind”.
Liebe Gemeinde, worin besteht also eine christliche Sicht auf das Leiden, wozu soll es gut sein?
Also blicken wir mit Jesus Christus darauf: Jesus heilte Kranke forderte auf, Leiden zu bekämpfen mit den Werken der Barmherzig (Mt. 25,34 f) und wer einem meiner geringsten Geschwister dies zu gute getan hat, tat es mir selbst zu Gute. Das Christentum lehrt also, fremdes Leiden der Mitgeschöpfe (Menschen und Tiere!) nicht einfach nur klaglos zu akzeptieren, sondern zu handeln. Diakonisches Handeln der Kirche gehört folglich zum Grundauftrag wie Verkündigung und Seelsorge.
Jesus forderte allerdings auch noch mehr: “Wer zu mir gehören will, darf nicht an seinem Leben hängen, der nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.” (Mk8,34; Mt 16,24; Lk9 23, Lk 14,27)- und zwar in Freiheit das Leid annehmen. Für andere.
Den Emmausjüngern erklärt der Auferstandene: musste nicht Christus all dies erleiden, um so in seine Herrlichkeit einzugehen? (Lk 24,26). .16Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er den einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. (liturgisches Trostwort an Reminiszere)
Eben dieses ewige Leben ist der „Siegeskranz“ der Hoffnung. Sie ist keine eigene Leistung, sondern eine vitale Gewissheit, auf diesen Preis rennt Paulus bei allen Stürzen und Schlägen wie ein Marathonläufer sein Leben lang zu. Nichts macht ihm Angst bei allen Widerständen, die ihm begegnen. „Tod wo ist dein Stachel, Tod wo ist dein Sieg?“(1. Kor 15)Tatsächlich kannte auch Paulus die Momente, in denen er beinahe unter “seinem Kreuz” zusammengebrochen wäre. Ja, wenn‘s ihm ganz traurig um’s Herz ist, wie im Tränenbrief des 2. Korintherbrief, dann gibt er in aller Demut zu, dass er am liebsten schon bei Gott wäre, dann drückt Paulus seine Sehnsucht nach der Herrlichkeit Gottes klar aus.
Ich finde es nicht leicht, jede überstandene Anfechtung als “Widerschein der ewigen Herrlichkeit” zu betrachten. Und dennoch steckt in der Überwindung, dass sie aus Freiheit geschieht. Es ist kein Ausgeliefertsein, kein Schicksal. Anders als für den Pastorensohn Friedrich Nietzsche, der sich nicht geliebt von Gott fühlte als Halbwaise, der das pietistische “sich unter Gottes Willen Bücken” ablehnte, nicht als Segen des Tragens empfinden konnte. Wenn Gott tot ist, braucht es Herrenmenschen, kein Mitleid für Schwache, das war sein unbarmherziger. Kurzschluss. Im Gegenteil: wo Freiheit und Gnade zusammenkommen, ist handeln für andere ist Nächsten-, ja bei Jesus oder Martin Luther King sogar Feindesliebe möglich, so dass tatsächlich aus dem Ertragen Hoffnung wächst. Wir sind also nicht nur Teil der gebrechlichen Schöpfung, sondern eingebettet in Gottes Liebe und Erbarmen. 5Die Hoffnung aber stellt uns nicht bloß, ist doch die Liebe Gottes ausgegossen in unsere Herzen durch den heiligen Geist, der uns gegeben wurde- Ein wunderbares Bild! Am Ende dieses geistlichen Reifeprozesses ergießt sich Gottes Liebe durch uns über die, die Zuwendung und Hilfe brauchen, in welcher Form auch immer., wenn der hl. Geist hat durch die Taufe in uns wirkt, dann können wir immer wieder auf Gottes Liebe und Erbarmen in Christus vertrauen. “Und der Friede Gottes, der höher ist als alle menschliche Vernunft, bewahre unsre Sinne und Herzen in JX. AMEN