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Hallo und Willkommen

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Die Französische Kirche zu Berlin (Hugenottenkirche) ist eine Personalgemeinde, das heißt: ihre Mitglieder wohnen nicht um die Kirche herum, sondern überall in Berlin und auch im Land Brandenburg. Sie nehmen zum Teil Wege von mehr als einer Stunde in Kauf, um am Gemeindeleben teilzunehmen. Viele entstammen Familien hugenottischen Ursprungs, dazu kommen mehr und mehr nach Berlin zugezogene Reformierte und andere, die der Gemeinde wegen des theologischen Profils beitreten.


Gemeindeleitung ist das Consistorium, das einmal im Monat als Mittwochsconsistorium für die Gemeinde öffentlich und einmal als Generalversammlung nicht öffentlich tagt. Die Mitglieder des Consistoriums werden für je sechs Jahre von demselben berufen. Angestellte Mitarbeiter der Gemeinde können nicht berufen werden. Die Pfarrer sind Mitglieder von Amts wegen. Sie wechseln sich nach jeder Sitzung der Generalversammlung im Amt des Modérateurs ab, der mit dem von der Generalversammlung bestimmten Secrétaire die Geschäftsleitung der Gemeinde wahrnimmt. Das Consistorium regelt seine Arbeit nach „Reglements“, die seit dem späten 18. Jahrhundert als Ausführungsbestimmungen der "Discipline" in Geltung stehen. Mindestens einmal im Jahr wird eine Gemeindeversammlung einberufen.


Die Pfarrer werden von der gesamten Gemeinde in einer Gemeindeversammlung oder durch Briefwahl gewählt. Sie sind Pfarrer der Landeskirche auf Lebenszeit.


Die Gemeinde nimmt als einzige Gemeinde in der Landeskirche nicht am Kirchensteuereinzug durch die Finanzämter teil, sondern zieht die Steuer direkt von ihren Mitgliedern ein. Davon führt sie je 15% an die Landeskirche und den Reformierten Kirchenkreis Berlin-Brandenburg ab.
Von dem verbleibenden Rest kann sie ihre vielfältigen Aufgaben nicht bezahlen. Sie verfügt aber über ein Vermögen, vor allem an mietgünstigem Hausbesitz, aus dem sie ihren Aufwand finanziert. Dazu gehören drei Kirchhöfe an der Chausseestraße, an der Liesenstraße und an der Wollankstraße, die Diakonie mit einer hauptamtlichen Mitarbeiterin und die eigene Verwaltung, die derzeit noch in Berlin-Halensee ihren Sitz hat, sowie die Einrichtungen im Französischen Dom: ein umfassendes Archiv, eine historische Bibliothek und das Hugenottenmuseum.